Matthias Franz
Dipl.Des Innenarchitekt
20 Jahre Erfahrung
Dipl.Des Innenarchitekt
20 Jahre Erfahrung

Vor kurzem nahm ich am 89. Bibliothekartag 2009 in Erfurt teil.
3 Tage standen unter dem Motto "Ein neuer Blick auf Bibliotheken" mit dem Schwerpunkt-thema "Die Orte der Bibliothek".
Architekten und Bibliothekare analysierten gemeinsam den Ist-Stand heutiger Bibliotheks-Architektur und -Innenarchitektur und zeigten neue Entwicklungen auf.
Mit meinem Büro nahm ich selbst als Aussteller samt Messestand teil und referierte im Rahmen der Vorträge auch noch über Innenarchitektur.
Dass sich Innenarchitekten als Dienstleister mit einem Messestand präsentieren war offensichtlich Neuland und noch äusserst ungewöhnlich. Doch wie auch in anderen Branchen gilt es auch hier, zunächst einmal Aufklärungsarbeit zu leisten - was macht ein Innenarchitekt, wozu wird er benötigt?

Wir sind nun einmal spezialisierte Architekten mit dem Ziel, Räume zu schaffen, in denen die Menschen sich wohlfühlen. Dieses Ziel erreichen wir massgeblich mit dem richtigen Einsatz von Licht / Beleuchtung, nutzerorientierten Raumstrukturen - auf die jeweilige Funktion abgestimmt, einer angenehmen Raumakustik, dem guten Klima [Raumtemperatur, Luft etc.] sowie der entsprechenden Farb- und Materialwahl.
Als die "Hugendubel-Architekten" sind wir darin erfahren, Kommunikations- und Erlebnisräume zu schaffen. Anforderungen, die gleichermassen wichtig für Buchhandlungen wie auch für Bibliotheken sind.
Auch ich habe mir verschiedene Vorträge angehört, u.a. von Dr. Marco Muscogiuri von alterstudio partners aus Mailand, der verschiedene Architekturentwürfe modernster Bibliotheken weltweit zeigte - leider ohne dabei auf die Innenarchitektur, die Nutzung, die dafür erforderlichen Raumstrukturen und Funktionsbereiche richtig einzugehen.
Dabei wurde eines immer wieder offensichtlich: der Bedarf an Spezialisten für den Innenraum - an Innenarchitekten - ist immens.
Ohne professionelle Unterstützung sind die heutigen Anforderungen auch oder gerade an öffentliche Räume nicht mehr zu erfüllen.
Bei jedem Bauvorhaben muss die Schnittstelle frühzeitig und die Zusammenarbeit zwischen Architektur und Innenarchitektur genau definiert werden.
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In vielen Gesprächen mit Bibliothekar/innen an unserem Stand haben wir erfahren, wie die weit verbreitete Praxis im Bibliotheksbau heute aussieht: Die Architektur wird vorgegeben, mit viel politischer Energie diskutiert und entschieden. Oft zu spät werden sich dabei Gedanken über die funktionale Nutzung gemacht - und auch wenig intensiv - mit der dann die Nutzer, Bibliothekar/innen wie Besucher, 30 Jahre zurechtkommen müssen. Oft mehr schlecht als recht. Dabei ist gute Innenarchitektur keine Frage von Kosten - vielmehr vom Bewusstsein der Entscheider, die richtigen Fachleute rechtzeitig mit den entsprechenden Aufgaben zu betrauen.
Wir sind sehr gespannt über die weitere Entwicklung im Bibliotheksbau und wünschen möglichst vielen Entscheidern das erforderliche Bewusstsein …
Hey Thomas, hallo Herr
26. Juni 2009Gefällt mir echt gut der
05. November 2009Diese Konzept gefällt mir
25. November 2009Bu7UO9 yrmsbzjpgbpm,
21. März 2011