Verkaufswelten.Innenarchitektur im Handel

Vor kurzem ging die Euroshop in Düsseldorf zu Ende, bei der ich auch mit meinem Büro als Austeller vertreten war.

Die mediale Nachberichterstattung ergeht sich mal wieder in Superlativen. Die erfolgreichste aller Zeiten, mehr Austeller, mehr Besucher, mehr alles::?
 
Wie lautet mein Resumee? Was mich doch etwas verwundert ist der Hype um das Thema LED. Alle stürzen sich darauf. Jedes Medium schreibt darüber, jeder will es haben, nur
Können es leider wenige bezahlen und noch weniger können es es auch gut einsetzen.
Helligkeit ist das eine, Lichtqualität etwas ganz anderes. Mit dem falschen Licht zur falschen Zeit am falschen Ort verwandeln sich auch die schönsten (Verkaufs)Räume in AlbtRäume.
Das Licht kann jeden Raum ruinieren – gerade und auch mit LED (leider auch mit konventionellem Licht)
Warum jeder sich darauf stürzt wie auf ein sehnsüchtig erwartetes Heilmittel stellt mich wirklich vor ein Rätsel.
 
Im oberen Beispiel leider ein sehr kalt ausgeleuchteter Raum - natürlich auch bedingt durch die harten Kontraste von schwarzen und weißen Materialien
Im unteren Beispiel sorgt akzentuierte Beleuchtung für eine angenehme Raumatmosphäre - natürlich in Verbindung mit entprechender Farb-und Materialwahl

Nichtsdestotrotz waren natürlich sehr interessante Produkte zu sehen, wie z.B
3D Holzfurniere (www.reholz.de) – sie ermöglichen vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten im Shop-Bereich. Auch die neuen Kollektionen von Kvadrat (www.kvadrat.dk) machen schon beim Anschauen und Befühlen sehr viel Spass im Hinblick auf Farbe, Materialiät und Musterprägung. Und schließlich noch ein Hinweis auf sehr interessante Produkte, die die Themen Licht / Atmosphäre und Nachhaltigkeit in wunderbarer Weise vereinen – die Produkte von www.poetic.de. Nicht nur in der Shop-Gestaltung, auch für Restaurants/ Hotels / Praxen – überhaupt öffentliche Räume wunderbar einzusetzen -
um das Thema Wasser und Licht in den (Innen)Raum zu holen.

Was die Euroshop so faszinierend macht, ist natürlich auch die Internationalität. Menschen aus aller Herren Länder kommen dort zusammen , um sich 1 Woche intensivst dem Thema (Shop)Gestaltung zu widmen. Etwas besseres kann uns Planern und Gestaltern von Räumen doch gar nicht passieren..?
 

 

 Vor kurzem nahm ich an der EHI Retail Design Konferenz in Köln teil.
Was sich durch alle Beiträge der sehr unterschiedlichen Referenten zog, war die Erkenntnis und Bereitschaft des Handels, die Einrichtung zu verbessern.

Bildete den furiosen Auftakt der Veranstaltung:
Nils Müller, TrendONE
Copyright EHI Retail Institute

Interessant waren die Informationen aus den Reihen der Retailer, die
definierten, welche Anforderungen in den kommenden Jahren zu
bewältigen sind:
- unerlässlich wird die permanente Beobachtung des Marktes sein,
um zu wissen, was der Kunde wünscht und welche Bedürfnisse er
mit seinem Konsum befriedigen möchte
- die Bedeutung der Informationstechnologie gerade für den stationären
Handel! Mehr als 16% des gesamten Umsatzes werden heute online
erwirtschaftet - Tendenz steigend. Da können die Shop-Konzepte nicht
mehr ohne Berücksichtigung des virtuellen Auftritts geplant werden.
Jeder kennt natürlich auch selbst die manchmal sehr ernüchternden
Beispiele, wo man nach dem Besuch der gut gestalteten website auf
gestalterisches Nirwana im real life trifft. (was z.B. in der Hotel-Branche,
aber auch in anderen Branchen, doch öfters anzutreffen ist - da fühlt man
sich als Kunde manchmal doch - mit Verlaub „beschissen“)
- ein weiterer sozialer Trend, der auf dem Kongress unter die Lupe
genommen wurde, ist die Individualisierung der Gesellschaft, die sich in
der Zukunft weiter fortsetzen wird. Was beutet dies für den Handel? Produkte
sollen und werden mit emotionaler Aufwertung inszeniert, Eigenmarken mit
Persönlichkeit positioniert und Sortimente mit Botschaften versehen.
Ausgeklügelte Beleuchtungskonzepte und die Strukturierung des Raumes
dienen dazu, ein angenehmes und stimmiges Gefühl bei den jeweiligen
„Individuen“ sprich Kunden auszulösen.
- auch der Wunsch einer zunehmenden Käuferschicht, ökologisch und ethisch
korrekt zu konsumieren, ist ein individuelles Thema, welches vom Handel mit
einem entsprechenden Produktangebot aufgegriffen wird, um eine zunehmend lukrative Nische zu besetzen. Endlich! möchte man rufen, nicht zur lukrativen
Nische, aber zum nachhaltigen Wirtschaften und Bauen. Wie lange hat
dieses Thema gebraucht , um den Handel zu erreichen?!
 

Podiumsdiskussion "Grüner Ladenbau": Mike Winkler (Alnatura),
Claus Schmidt (Assmann), Claudia Horbert, Carsten Schemberg
(Schemberg), Architekt Prof. Moths und Harald Fischer (Rewe)
wagten einen Ausblick

Copyright EHI Retail Institute

- Ein weiterer sehr wichtiger Trend lautet Umbau statt Neueröffnung! Der
Bestand soll nachhaltig (ein Wort an dem ich einfach nicht vorbeikomme)
gesichert werden. Noch dazu, wo in immer kürzer werdenden Zyklen umgebaut,
sich und die Marke erneuert und relauncht wird.

Das Wichtigste Thema allerdings steht völlig unabhängig von der jeweiligen
Zielgruppe oder Altersschicht: das Bedürfnis ein Wohlfühl-Ambiente
vorzufinden. Sich treiben lassen, mal dort, mal hier schauen..verweilen…
Um dieses zu erreichen sind gekonnte Zonierung, Laufführung, excellente
Lichtkonzepte, entsprechende Farb-und Materialwahl unbedingt erforderlich.
Sie sehen – auch und gerade wir Innenarchitekten sind permanent gefordert…

 

 

Vor Kurzem wurden in Berlin wieder einmal weitreichende Entschlüsse gefaßt:
Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin, der Zusammenschluß  aus der Berliner Stadtbibliothek und der Amerika Gedenkbibliothek,  soll sich in der Humboldt-Box und später im Humboldt-Forum als moderne, kundenorientierte Dienstleistungseinrichtung der Wissenschaft des 21. Jahrhunderts präsentieren.
Die Humboldt-Box wird derzeit aufwendig auf dem Schloßplatzareal zwischen der Baustelle des neuen Stadtschlosses und dem gegenüber liegenden Lustgarten errichtet.
Betreiber und Entwickler ist die Fa. Megaposter (www.megaposter.de).


Diese erhofft sich durch das Projekt, das sich durch Eintrittsgelder der hoffentlich zahllreichen Besucher refinanzieren soll, einen großen Imageschub.
Für die wirklich spektakuläre, moderne und metallisch- gewebeartige Gestalt der Box zeichnet das Berliner Architekturbüro KSV Krüger Schuberth Vandreike (Planung und Kommunikation GmbH) verantwortlich.
Die ca. 1.200 m² Gesamtfläche werden sich dabei die drei Partner des Humboldt-Forums, die ZLB (Zentral-und Landesbibliothek), die staatlichen Museen zu Berlin und die Stiftung Preußischer Kulturbesitz  mit mehreren Veranstaltungsräumen, Cafes und Aussichtsterrassen in rund 20 m Höhe teilen.Unser Büro Matthias Franz Innenarchitekten GmbH wird die Ausstellungsfläche der Zentral- und Landesbibliothek Berlin in der Box planen und ausbauen lassen - ein in jeder Hinsicht zukunftsträchtiges Projekt ! 



Entwurf: Matthias Franz Innenarchitekten GmbH 

In enger Zusammenarbeit mit den Beteiligten von der ZLB gestalten wir die vier Bereiche Lesen, Musik und Film sowie Kinder- und Jugendbuch modern und dem Zeitgeist entsprechend. Eine spannende Herausforderung - gilt es doch hier die Trends der modernen Bibliothek als Kommunikations- und gleichzeitig Lern- bzw. Studienort aufzuzeigen.
Die Fläche wird gleichzeitig Schaufenster für das spätere Erscheinungsbild der ZLB im Humboldt-Forum sein, welches dann in geschätzten 5 - 8 (?) Jahren fertiggestellt sein soll.
Nach den neuesten Sparbeschlüssen aus der Politik ist aus heutiger Sicht wohl der Fertigstellungszeitpunkt mehr denn je mit großen Fragezeichen versehen.
Wäre es nicht die Chance überhaupt den Nachbau eines alten Schlosses völlig neu zu überdenken und wie oben beschrieben gerade gestalterisch daraus ein zukunftsträchtiges Projekt zu entwickeln? Wie formuliert es die Süddeutsche Zeitung so treffend - die letzten berliner Baujahre sind vor allem ein Zeichen dafür, dass sich die Stadt mit der „Natursteinindustrie verbündet hat“.

Darüber hinaus wurde die Planung der neuen Bibliotheksräume [4.000 m²] als Aufgabe für Kommunikationsdesigner in Verbindung mit dem Leitsystem für das gesamte Schloss [27.000 m²] kombiniert ?!
Richtig wäre gewesen, dies als eigenständige Planungsleistung für Innenarchitekten auszuschreiben.

Fortsetzung folgt…
 

Vor kurzem besuchte ich die erst kürzlich neu eröffnete Münchener Stadtteilbibliothek Neuhausen, im ‘Trafo‘.

Die geschätzten Kollegen von a+p Architekten haben hier ein gelungenes Stück Architektur geschaffen, das sich mit seiner interessant gestalteten Fassade städtebaulich wunderbar zeitgemäss in die Abwicklung der umgebenden Bauten einbindet. Dass hier eine Stadtteilbibliothek eingezogen ist, ist jedoch von außen nicht erkennbar!
Für uns Innenarchitekten ist es nun von großem Interesse, in wieweit dieser gelungene Stil auch im Innenraum umgesetzt wurde.

Um es vorweg zu sagen: der Innenraum kann die Qualität der Hülle leider nicht im Ansatz wiederholen!
Schon im Eingangsbereich wurde durch den Einsatz von Naturstein eine nutzungs- und reinigungstechnisch schwierige Materiallösung gewählt.

Der halboffene Raum offenbart dann auch gleich eines der Hauptprobleme der Bibliothek: die Akustik.
Zwar wurden mit Wandverkleidungen aus Holzlamellen attraktive Gegenmaßnahmen ergriffen, deren Wirkungsgrad ist jedoch - gemessen an der Kubatur des akustisch wirksamen Raumes - viel zu gering.

Man hört über die Geschosse hinweg vertrauliche Gespräche! Eine Situation, der in der Planungsphase offensichtlich keinerlei Bedeutung beigemessen wurde!
Die Wahl des Bodenbelages fiel richtiger Weise auf einen textilen und pflegeleichten Teppich, die Farbwahl ist jedoch unglücklich hell - es fehlt den Räumen und Möbeln an einer spürbaren Erdung.

Die Anordnung der Deckenleuchten bewirkt eine homogene Ausleuchtung der Räume. Leider wurde die falsche Lichtfarbe gewählt. Ferner blenden die sichtbar unter die Decke montierten Leuchten, eine differenzierte und gerichtete Beleuchtung fehlt weitgehend, eine atmosphärische Beleuchtung sogar ganz!
An den wenigen Regalen, an denen die Bücher doch gerichtet angeleuchtet sind, verschattet sich dann der Nutzer selbst das gesuchte Buch.
Das in der Wandverkleidung integrierte Lesemöbel im Kellergeschoss wird mit drei kleinen Niedervolt-Halogenstrahlern weder zum Lesen ausreichend noch besonders atmosphärisch ausgeleuchtet - damit verwundert es nicht, dass dort nur weniger Leser länger Platz nehmen.

Die Anordnung der rollbaren Regale wirkt eher zufällig. Das Leitsystem(das keines ist) wenig informativ und provisorisch.
Die schöne Leseterrasse lädt zum entspannten Lesen unter freiem Himmel ein, auch wenn lediglich Sitzbänke ohne Rückenlehnen an den Tischen aufgestellt sind.
Ein gelungenes Bild ergibt sich im integrierten Altbau durch den Einschub einer Brücke mit darunter liegenden Regaldurchgängen.
Auf das akustisch problematische Tonnengewölbe des Raumes wurde leider auch hier nicht eingegangen. Die auf der Brücke angeordneten Arbeitsplätze sind daher zum konzentrierten Arbeiten nicht nutzbar. Der nach oben führende Handlauf ist dabei besonders detailliert und aufwendig ausgeführt. Er ist jedoch nicht durchlaufend ausgeführt, ein sicheres Umgreifen ist nicht möglich. Damit ist er in seiner Funktion höchst fragwürdig.

In das in der Fassade inszenierte Schaufenster im 1. Obergeschoss wurde ein Kissen in der Leibung fest montiert - die Nutzer sollen hier zum entspannten Lesen animiert werden.
Doch wer setzt sich schon gerne mit dem Rücken nach aussen in ein Schaufenster ohne eine Möglichkeit zum anlehnen? Hier hätte die umgekehrte Lösung dem
angestrengten Auge zum einen den entspannenden Weitblick in die Ferne ermöglichen können. Zum anderen hätte man so das Sehen und Gesehen werden wirkungsvoll inszenieren können.

Die sehr stark orientalisch angehauchte Kinderbuchabteilung verwundert im
gestalterischen Gesamtkonzept.
Eine moderne und zukunftsweisende spiel- und lernunterstützenden Einrichtung fehlt noch gänzlich.

Ein Wohlfühlort Bibliothek sieht meiner Meinung nach anders aus….
 

Kennen Sie Weiterstadt?
Vor kurzem besuchte ich das neue Einkaufszentrum LOOP 5 in Weiterstadt bei Darmstadt. Das LOOP 5 bietet 55.000 qm Gesamtmietfläche, verteilt auf 177 Geschäfte und 25 Restaurants.
Das zentrale Motto des Centers ist die Luft- und Raumfahrt und soll sich im Innenraum und der Architektur widerspiegeln. Leider wirkt das Center von außen wie eine unspektakuläre Produktionshalle mit angegliedertem großem Parkhaus. Im Innenraum jedoch verfolgt mich das Thema Propeller dann auf jede nur denkbare Weise: angefangen mit Farb- und Lichtspielen mit RGB-Steuerung an den Decken, Propellern jeglicher Größe als Motiv im Fußboden oder an Wänden, über reale Flugzeug-Oldtimer auf noch nicht vermieteten Bereichen bis hin zu Flugzeugkabinen, die als Sitzgelegenheiten dienen sollen.



 

Das Leitbild wirkt im Raum oft unnatürlich aufgesetzt, ist in der Ausführungsqualität jedoch hochwertig und im Detail durchdacht gelöst. Das Center selbst ist ebenfalls hochwertig geplant und ausgeführt, die Beleuchtung ist sehr differenziert und immer wieder überraschend und gut umgesetzt.
Das Farbkonzept ist modern, manchmal etwas grell und schrill aber in sich stimmig und frisch. Leider wurde die Qualität in der Gestaltung der Mall nur selten auf die Innenarchitektur der einzelnen Shops übernommen. Diese wirken oft sehr eintönig, café-farbene Böden und eine in gedeckten beigetönen ausgeführte Wandgestaltung in Kombination mit einer dunklen, manchmal auch schwarzen Decke scheinen derzeit das Allheilmittel zu sein. Nur wenige Läden setzen sich daher ab und bilden so ein selbstständiges Erscheinungsbild, wie z.B. die Kette Kiko. Dennoch präsentieren sich alle Einzelhändler mit ihrem aktuellsten Shopdesign. 

Friseurgeschäfte wirken so steril, dass kein Kunde den offenen Laden zu betreten wagt – zu gross ist die Schwellenangst – da hilft auch keine über die gesamte Breite geöffnete Fassade, für einen Friseur eher ungewöhnlich. Trotz des Massenandrangs ist der Bio-Lebensmittelhändler im Untergeschoss verwaist, trotz ansprechenden Konzeptes und der Frische der Ware.

Insgesamt setzte sich das LOOP 5 vom Einheitsbrei der ECE und mfi-Center deutlich ab und bildet so eine erfrischende Alternative zur gewohnt sterilen Center-Konsumwelt.

Vor kurzem nahm ich am 89. Bibliothekartag 2009 in Erfurt teil.
3 Tage standen unter dem Motto "Ein neuer Blick auf Bibliotheken" mit dem Schwerpunkt-thema "Die Orte der Bibliothek".
Architekten und Bibliothekare analysierten gemeinsam den Ist-Stand heutiger Bibliotheks-Architektur und -Innenarchitektur und zeigten neue Entwicklungen auf.

Mit meinem Büro nahm ich selbst als Aussteller samt Messestand teil und referierte im Rahmen der Vorträge auch noch über Innenarchitektur.
Dass sich Innenarchitekten als Dienstleister mit einem Messestand präsentieren war offensichtlich Neuland und noch äusserst ungewöhnlich. Doch wie auch in anderen Branchen gilt es auch hier, zunächst einmal Aufklärungsarbeit zu leisten - was macht ein Innenarchitekt, wozu wird er benötigt?

 



Wir sind nun einmal spezialisierte Architekten mit dem Ziel, Räume zu schaffen, in denen die Menschen sich wohlfühlen. Dieses Ziel erreichen wir massgeblich mit dem richtigen Einsatz von Licht / Beleuchtung, nutzerorientierten Raumstrukturen - auf die jeweilige Funktion abgestimmt, einer angenehmen Raumakustik, dem guten Klima [Raumtemperatur, Luft etc.] sowie der entsprechenden Farb- und Materialwahl.
Als die "Hugendubel-Architekten" sind wir darin erfahren, Kommunikations- und Erlebnisräume zu schaffen. Anforderungen, die gleichermassen wichtig für Buchhandlungen wie auch für Bibliotheken sind.

Auch ich habe mir verschiedene Vorträge angehört, u.a. von Dr. Marco Muscogiuri von alterstudio partners aus Mailand, der verschiedene Architekturentwürfe modernster Bibliotheken weltweit zeigte - leider ohne dabei auf die Innenarchitektur, die Nutzung, die dafür erforderlichen Raumstrukturen und Funktionsbereiche richtig einzugehen.
Dabei wurde eines immer wieder offensichtlich: der Bedarf an Spezialisten für den Innenraum - an Innenarchitekten - ist immens.
Ohne professionelle Unterstützung sind die heutigen Anforderungen auch oder gerade an öffentliche Räume nicht mehr zu erfüllen.
Bei jedem Bauvorhaben muss die Schnittstelle frühzeitig und die Zusammenarbeit zwischen Architektur und Innenarchitektur genau definiert werden.

 

 



In vielen Gesprächen mit Bibliothekar/innen an unserem Stand haben wir erfahren, wie die weit verbreitete Praxis im Bibliotheksbau heute aussieht: Die Architektur wird vorgegeben, mit viel politischer Energie diskutiert und entschieden. Oft zu spät werden sich dabei Gedanken über die funktionale Nutzung gemacht - und auch wenig intensiv - mit der dann die Nutzer, Bibliothekar/innen wie Besucher, 30 Jahre zurechtkommen müssen. Oft mehr schlecht als recht. Dabei ist gute Innenarchitektur keine Frage von Kosten - vielmehr vom Bewusstsein der Entscheider, die richtigen Fachleute rechtzeitig mit den entsprechenden Aufgaben zu betrauen.
Wir sind sehr gespannt über die weitere Entwicklung im Bibliotheksbau und wünschen möglichst vielen Entscheidern das erforderliche Bewusstsein …